Vorträge
Workshop / Seminar 1
Arbeitsprojekte - Chancen, um Sucht und Armut entgegenzuwirken?!
Referentinnen und Referenten: Eva Bilstein, Bernhard Görtz, Wolfgang Haacke, Petra Kleinbongard
Wesentliche Bedingung für soziale Integration und gesellschaftliches Zugehörigkeitsgefühl ist eine stabile Integration in den Arbeitsmarkt. In Arbeitsprojekten können für Suchtkranke gesundheitliche Stabilisierung sowie Zugang zu Qualifizierung, Arbeit und Gesellschaft entstehen. Diese Chancen sind abhängig von den konzeptionellen Rahmenbedingungen des Projektes, von Haltungen des Trägers und der anleitenden Fachkräfte sowie vom konkreten Stand der regionalen Vernetzung mit Leistungsträgern und Arbeitgeber/inne/n. Die Chancen, die in Arbeitsprojekten für Suchtkranke entstehen können, werden im Workshop aus der Sicht eines Projektes (180° – Zweiradwerkstatt), aus der Sicht eines Leistungsträgers und aus der Sicht der Landeskoordination Integration NRW vorgestellt und diskutiert.
Vortrag zum Download (Petra Kleinbongard)
Vortrag zum Download (Bernhard Görtz) - weitere Informationen Vortrag zum Download (Wolfgang Haacke)
Workshop / Seminar 2
„Klang meines Körpers“ - Prävention der Ess-Störung
Referentinn/en: Stephanie Lahusen, Georg Seegers
Texte, Bilder und Lieder mit sehr persönlichem Anstrich stehen im Mittelpunkt der Wanderausstellung über Ess-Störungen mit dem Titel „Der Klang meines Körpers“. Die Ausstellung des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln e.V. ist seit zwei Jahren an verschiedenen Orten im Einzugsgebiet des Verbandes zu sehen. Es geht vor allem um Aufklärung und Prävention für die betroffenen Altersgruppen und um Hilfestellungen für Pädagoginnen und Pädagogen im Umgang mit Ess-Störungen. Entwickelt wurde die Ausstellung von der Musiktherapeutin Stephanie Lahusen gemeinsam mit betroffenen Mädchen und Frauen. „Der Klang meines Körpers“ verdeutlicht das schöpferische Potenzial der Betroffenen und stellt dessen zentrale Bedeutung für die Prävention und Überwindung von Ess-Störungen heraus.
Im Workshop werden das Ausstellungskonzept sowie Erfahrungswerte im Umgang mit jugendlichen Zielgruppen vorgestellt.
Vortrag zum Download (Stephanie Lahusen/ Georg Seegers)
Workshop / Seminar 3
Arm dran?
Referent/innen: Andreas Haase, Doris Heinzen-Voss, Karola Ludwig
„Armut“ bedeutet nicht nur ein Zuwenig an „Einkommen“ oder „Arbeit“, sondern betrifft auch andere Bereiche wie zum Beispiel Gesundheitsbewusstsein, Bildung oder soziale Teilhabe. Die Lebenslagen von Frauen und Männer unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Chancen, Spielräume und Handlungsmotivationen. Die geschlechtsspezifische Sozialisation erzeugt bei Frauen und Männern unterschiedliche Ressourcen und Defizite und kann ursächlich sein für eine Suchterkrankung bzw. für gesundheitsförderndes Verhalten. In diesem Workshop geht es darum, bewusst einen Blick auf die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Geschlechter sowie ihrer Lebenslagen und Rollenanforderungen zu werfen und dieses Wissen zu nutzen, um geschlechtsspezifische Bedürfnisse und Bedarfe für die Genesungsprozesse der Klientinnen und Klienten zu nutzen.
Hierfür liegen leider keine weiteren Informationsmaterialien vor.
Workshop / Seminar 4
Arbeit am Rande der Gesellschaft – Umgang mit Aggressionshandlungen im Arbeitsfeld der Sucht- und Drogenhilfe
Referent: Jürgen Fais
Neben dem Konsum der illegalen psychotropen Substanz ist gerade im Zuge der Methadon-Substitution der Beigebrauch von Alkohol stark gestiegen. Diese Gebrauchsmixtur führt nicht selten zu einer erhöhten aversiven Stimulation, die sich wiederum in aggressiven Reaktionen niederschlägt. Demgegenüber fordern z.B. die Kontakt- und Notschlafstellen von ihren Besuchern gewaltfreies Verhalten. Die gewaltfreie Haltung dient dem Schutz der Arbeitskräfte und der Einrichtungsklientel. Auch wenn zum professionellen Selbstverständnis der akzeptierenden Drogenhilfe niedrigschwellige Regeln gehören, so bleibt doch die Frage, wie Mitarbeiter/innen in aggressiven Situationen konsequent und gleichzeitig deeskalierend handeln. Der Workshop will die Mitarbeiter/innen in der Entwicklung von Handlungskompetenz in Konflikt- und Aggressionssituationen unterstützen und durch Kommunikations- und Deeskalationsstrategien Möglichkeiten und Hilfen zur Gewaltprävention exemplarisch aufzeigen.
Vortrag zum Download (Jürgen Fais)
Workshop / Seminar 5
Schuldnerberatung als (ergänzende) Maßnahme zur Rückfallprophylaxe von glücksspielsüchtigen Spielerinnen und Spielern
Referent: Ralf Jeuschede
Die Mitaufnahme von Kindern in der stationären Behandlung ihrer drogenabhängigen Eltern sichert Beziehungskontinuität und kann zu funktionierender Elternschaft beitragen. In dem Workshop werden an praktischen Beispielen Möglichkeiten und Grenzen der Mitaufnahme von Kindern während stationärer Behandlungen ihrer Eltern dargestellt und diskutiert.
Vortrag zum Download (Ralf Jeuschede)
Workshop / Seminar 6
Mediale Welten und ihre Gefahren vor dem Hintergrund sozialer und psychischer Armut
Referent: Giulio Calia
Betrachtet man die Gründe, warum Menschen in virtuelle Welten abgleiten, finden sich häufig unangenehme reale Lebenswelten, die von Langzeitarbeitslosigkeit, Armut, fehlenden Freizeitangeboten, reduziertem Abenteuererleben, immer weniger sozialen Bindungen und schnellen Veränderungen von Werten und Verunsicherung geprägt sind. Aber auch die sogenannte “Wohlstandsverwahrlosung“ von Kindern, die einerseits materiell gut versorgt sind, aber psycho-emotional sich selbst überlassen sind, spielt eine Rolle. Dagegen werden die virtuellen Lebenswelten immer „schöner“. Die Videos der Onlinespiele werden immer perfekter. Die Spieler/innen bewegen sich nicht mehr grob-gepixelt und langsam über den Bildschirm, sondern nahezu in Filmqualität. Dadurch fällt es dem/r Spieler/in leichter, sich in die Spielwelten zu begeben und in die virtuelle Welt abzutauchen, die voller Abenteuer und Erlebnissen erscheint. Dieser Workshop möchte sich diesem komplexen Thema nähern und zur Diskussion einladen.
Vortrag zum Download (Giulio Calia)
Workshop / Seminar 7
Armut als Alltag
Referent/innen: Roland Heise, Isabelle Stammen
In der täglichen Begegnung der Sucht im Alltag befassen wir uns auch mit der Armut der betroffenen Menschen. Nicht nur die finanzielle Armut, sondern auch oder vor allem die Armut an Möglichkeiten behindert den Gesundungsprozess. Keine Familie, keine Arbeit, keine Ausbildung, keine sozialen Bindungen, keine Möglichkeiten. Trotzdem leben wir mit diesen Menschen in der Hoffnung ein dementsprechendes zufriedenes Leben erleben zu können. Erfahrungen werden in Wort und Bild geschildert.
Hierfür liegen leider keine weiteren Informationsmaterialien vor.
Workshop / Seminar 8
Tiergestützte Therapie - Tiergestützte Interventionen
Referent/innen: Ingeborg Andreae de Hair, Joachim Jösch
Seit den frühen 90er Jahren stößt die Mensch–Tier–Beziehung in der Wissenschaft und vor allen Dingen in der Praxis psychosozialer Einrichtungen auf ein wachsendes Interesse. Wissenschaftliche Belege und die Überprüfung der Wirksamkeit tiergestützter Interventionen werden diesen Trend verstärken.Tiergestützte Interventionen sind im pädagogischen, wie auch im therapeutischen Kontext ein wirksames und vielversprechendes Instrument. Die Referierenden werden verschiedene Einsatzbereiche tiergestützter Interventionen sowie verschiedene geeignete Tierarten vorstellen. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Möglichkeiten und Grenzen im Kontext der Suchtbehandlung legen. Anhand von Erfahrungen des Fachkrankenhauses Vielbach und den dort wissenschaftlich begleiteten Versuchen werden die vielfältigen Möglichkeiten und Grenzen gerade im Bereich der stationären Suchtkrankenhilfe näher beleuchtet und diskutiert. Kleine praktische Übungen, wie sie in der tiergestützten Intervention zur Anwendung kommen, werden die Einheit abrunden.
Vortrag zum Download (Ingeborg Andreae de Hair)
Vortrag zum Download (Joachim Jösch)
Workshop / Seminar 9
Arbeit und Beschäftigung als Weg aus der Such(t)Krise
Referent: Martin Althoff
Es gibt viele theoretische Abhandlungen über die Notwendigkeit suchtkranke Menschen gesellschaftlich zu integrieren, leider jedoch selten Angebote die im Praxisalltag verfügbar sind und gleichzeitig eine langfristige Perspektive für die betroffene Zielgruppe bieten. Der demografische Wandel und der zunehmende Fachkräftemangel in vielen Branchen weisen bereits heute deutlich darauf hin, dass unsere Gesellschaft verstärkt darauf angewiesen sein wird auch die Menschen in den Erwerbsprozess zu implementieren die am gesellschaftlichen Rand leben und dort auf die Unterstützung des Sozial- und Gesundheitswesen angewiesen sind. Der Workshop orientiert sich an einem erfolgreichen Praxisbeispiel im Münsterland. In einem Impulsreferat wird vorgestellt, wie mit Unterstützung der Sozialen Arbeit sinnvolle und hilfreiche regionale Dienstleistungen entwickelt werden können bei denen sowohl die von Sucht betroffenen Menschen gewinnen, aber auch unmittelbar das soziale Umfeld von der Leistung der sozialen Dienstleistungserstellung profitiert.
Vortrag zum Download (Martin Althoff)
Workshop / Seminar 10
Sucht und Schulden - Schulden und Sucht
Referenten: Josch Krause, Carsten Welp
Suchtkranke Menschen sind in der Regel hoch verschuldet – hoch verschuldete Menschen haben zunehmend mehr Probleme im Umgang mit Suchtmitteln. Um die Zielgruppe der verschuldeten, suchtkranken Menschen nachhaltig wirksam zu beraten, müssten Konzepte und eine verbesserte Kooperation zwischen der Sucht- und Schuldner- / Insolvenzberatung abgestimmt werden. Lange Wartezeiten in beiden Fachgebieten beeinflussen den Hilfeprozess. Unterschiedliche Konzepte, Finanzierungsmodalitäten und Rahmenbedingungen erschweren oftmals eine abgestimmte und effektive Beratung mit nachhaltiger Wirkung. Der Austausch über Möglichkeiten und Grenzen in der Zusammenarbeit zwischen Suchthilfe und Schuldnerberatung ist daher notwendig. Ziel ist die Verbesserung des Beratungs- und Therapieerfolges, die Verbesserung der Lebensqualität und möglicherweise die berufliche Wiedereingliederung nachhaltig zu sichern. Anhand von Best-Practice-Beispielen soll dargestellt werden, dass und wie man gut zusammenarbeiten kann.
Vortrag zum Download (Carsten Welp)
Vortrag zum Download (Josch Krause)
Workshop / Seminar 11
Wie kann Suchtprävention „benachteiligte“ Eltern erreichen?
Referentinnen: Kirsten Grabowsky, Birgit Kühne, Doris Sarrazin
Suchtpräventive Maßnahmen haben in der letzten Zeit beachtenswerte Erfolge erzielt. Nach wie vor ist jedoch das Konsumieren von Rauschmitteln, unter anderem das Rauschtrinken bei Jugendlichen, weit verbreitet. Nicht unterschätzt werden darf in der kritischen Zeit der Pubertät, der Einfluss der Eltern. Sie wirken als Vorbilder. Sie setzen die Familienregeln fest. Als schwer zu erreichen gilt nach wie vor die Gruppe der sozial Benachteiligten, deren Alltag durch vielfältige Problemlagen, wie zum Beispiel Armut und mangelnde gesellschaftliche Teilhabe bestimmt wird. Hier gilt es, zum Beispiel über Kooperationen, Zugangswege zu erschließen und Konzepte anzupassen, um Familien in schwierigen Lebenslagen Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten anbieten zu können. Im Workshop werden Ansätze vorgestellt, die sich bei dieser Zielgruppe in der Praxis bewährt haben und als „Best Practice“ gelten können, wie zum Beispiel die „Homeparty“, die dialogische Elternarbeit oder auch das Video-Home-Training.
Vortrag zum Download (Birgit Kühne/ Doris Sarrazin/ Kirsten Grabowsky)
weitere Informationen
Workshop / Seminar 12
Jugend - Sucht - Armut: Risikofaktoren für eine mangelnde gesellschaftliche Teilhabe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Referentin: Uta Lode
Der Einfluss von Sucht und Armut auf die Entwicklungs- und Lebenssituation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird in diesem Workshop aus zwei Perspektiven fokussiert. In der Arbeit mit jugendlichen Alkohol- und Drogenkonsument/inn/en liegt ein Schwerpunkt darin, Zugang zu Settings und sozialen Bezügen zu schaffen, die alternative und positive Erfahrungen zum Konsum darstellen und ermöglichen. Finanzielle Engpässe in den Familien können jedoch eben diese Zugänge und Erfahrungen erschweren bzw. verhindern und eine soziale Isolation bewirken. Junge Erwachsene, die in den Einrichtungen der Sucht- und Drogenhilfe betreut werden, befinden sich immer häufiger in Lebenssituationen, in denen die Weichen für eine mangelnde gesellschaftliche Teilhabe bereits gestellt sind. Dies resultiert unter anderem daraus, dass sie unter dem Einfluss von einem mehrjährigen Drogenkonsum keinen Schulabschluss erworben haben, bereits straffällig geworden sind, über keine geregelte Tagesstruktur mehr verfügen. Die sich daraus ergebenden Fragestellungen sollen vor allem vor dem Hintergrund der Kooperation zwischen der Jugendhilfe und der Suchthilfe sowie angrenzenden Berufsgruppen sowie Hilfesystemen erörtert und bearbeitet werden.
Vortrag zum Download (Uta Lode)
Workshop / Seminar 13
Hausbesuche als möglicher Zugangsweg in Zeiten sozialer Armut: Chancen und Grenzen in der Glücksspiel-, Alkohol- und Gamerberatung
Referentin: Binke Elsing, Annette Rattay
In der Sozialen Arbeit ist der Hausbesuch bereits in vielfachen Arbeitsfeldern ein etabliertes Instrument zur Herstellung von Niedrigschwelligkeit bei der Arbeit mit Menschen in unterschiedlichsten Problemlagen. Dies auch, um die durch soziale Armut existenten Barrieren hinsichtlich des Zugangs zum Klientel zu überwinden. Neben finanzieller Armut sind hierbei auch psychosoziale Folgen sowohl von Armut als auch Erkrankung in den Fokus zu rücken. Der Workshop möchte in einem ersten Schritt einen allgemeinen Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen von Hausbesuchen geben: Welche Faktoren sind auf Klient/inn/en- und Berater/innenseite zu berücksichtigen? Welche Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein? etc. Im zweiten Schritt gilt es, im Plenum die spezielle Bedürfnislage von Klient/inn/en und Patient/inn/en in der Suchtarbeit ins Auge zu fassen und mit der Option des Hausbesuches in Kontext zu setzen: Wann ist es sinnvoll von der bisher probaten Kommstruktur abzuweichen? Welche Indikationen gibt es mit Blick auf die unterschiedlichen Ausprägungen von stoffgebundenen und Verhaltenssüchten sowie die speziellen Bedürfnislagen von Betroffenen und Angehörigen? Dabei ist es erforderlich, eine fachliche Einschätzung unter Berücksichtigung von Klient/inn/en- und Berater/innen/sicht sowie der Gegebenheiten in den Behandlungs- und Beratungseinrichtungen vorzunehmen. Ziel des Workshops ist, im kollegialen Austausch zu entwickeln, in welchem Rahmen ein neuer Zugangsweg durch Hausbesuche einen Beitrag zur qualitativen Verbesserung der Suchtberatungsarbeit (insbesondere in Zeiten Sozialer Armut) leisten kann.
Vortrag zum Download (Binke Elsing/ Annette Rattay)
Workshop / Seminar 14
Kinder drogenabhängiger Eltern in stationären Behandlungen ihrer Eltern
Referent/innen: Marlies Böwing, Werner Terhaar
„Rund sieben Millionen Menschen in Deutschland sind überschuldet. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: Arbeitsplatzverlust, Trennung, Scheidung oder Krankheit [...] können dazu führen, dass die Finanzen in eine Schieflage geraten und schlimmstenfalls in Überschuldung enden. Diese oft ausweglose Situation ist meist nur mit professioneller Hilfe zu überwinden." (Vorwort zum Leistungskatalog Schuldnerberatung des Ev. Fachverbandes Schuldnerberatung RWL). Der Anteil von Klientinnen und Klienten in der Schuldnerinnen- und Schuldnerberatung, deren Verbindlichkeiten auf Glücksspielabhängigkeit zurückzuführen sind, hat deutlich zugenommen. Ca. 60 % der Klient/innen in den Beratungsstellen für Spieler/innen geben als Hauptmotiv der Kontaktaufnahme zur Beratungsstelle finanzielle Probleme infolge des Glücksspiels an. Beratungsstellen für glücksspielsüchtige Spieler/innen und Schuldnerberatungsstellen benötigen eine aufeinander abgestimmte Hilfeplanung, um die jeweiligen Beratungsziele nachhaltig zu erreichen. In diesem Workshop soll Schuldnerberatung als (ergänzende) Maßnahme zur Rückfallprophylaxe und Möglichkeit zur Erreichung des Rehabilitationsziels der beruflichen Stabilisierung bzw. Wiedereingliederung dargestellt werden. Zudem soll eine engere Verzahnung der Angebote der Beratungsstellen diskutiert werden.
Vortrag zum Download (Marlies Böwing/ Werner Terhaar)
Workshop / Seminar 15
Hirndoping - Chancen und Risiken?
Referentinnen: Dr. Sylvia Prinz, Dr. Constanze Schäfer
Zahlreiche Substanzen können die intellektuellen Fähigkeiten steigern. Doch welche gesundheitlichen und sozialen Risiken sind mit dem unkritischen Gebrauch verbunden? Wer hat Teilhabe an dieser „schönen neuen Neuro-Welt“? Die Schönen und Reichen oder die Entscheidungsträger/innen in Politik und Wirtschaft oder diejenigen, die aus welchen Gründen auch immer, als kognitiv defizitär gelten.
Soll in unserer Gesellschaft Cola das Hirndoping für die/den Hartz-IV-Empfänger/in sein, während in den Vorstandsetagen Ritalin® zum „Guten Ton“ gehört?
Vortrag zum Download (Dr. Sylvia Prinz/ Dr. Constanze Schäfer)
Workshop / Seminar 16
Frauen und Armut
Referentin: Helma Hesse-Lorenz
Armut ist zu einem gesellschaftlichen Phänomen geworden, inzwischen breite Bevölkerungskreise erreicht hat. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Armut bei Frauen hat es dagegen in jedem Zeitalter gegeben. Frauen sind strukturell schon immer eher von Armut betroffen gewesen als Männer. Die Ursachen für Armut bei Frauen sind z.B. geringere Einkünfte als gleichaltrige Männer, niedrige Qualifikation, Kinder, ein Alter unter 25 Jahren und ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Die Facetten der Armut von Frauen sind also vielfältig. Armut führt nicht selten zu prekären Lebenslagen. Vielfältig sind dann die mehr oder weniger nützlichen Bewältigungsstrategien, diese prekären Lebenslagen zu überwinden. Am Beispiel von Frauen, die am Ende ihrer Bewältigungsversuche in die Wohnungslosigkeit gerutscht sind, soll über die Möglichkeiten des Verhinderns und Überwindens von Armut und prekären Lebenslagen informiert und diskutiert werden.
Vortrag zum Download (Helma Hesse-Lorenz)
Workshop / Seminar 17
Versorgung von übergewichtigen Kindern und Jugendlichen mit psychischen Störungen – Parallelen zur Behandlung von Suchterkrankungen
Referent: PD Dr. Oliver Fricke
Die Entwicklung von Übergewicht bis hin zur Adipositas hat in ihrer Häufigkeit bei Kindern und Jugendlichen in den westlichen Industriestaaten in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen und besitzt einen hohen Stellenwert für die Entwicklung weiterer körperlicher Erkrankungen, aber auch psychischer Störungen. Übergewichtige Kinder zeigen in ihrem Verhalten und dem zugrunde liegenden intrapsychischen und neurobiologischen Vorgängen deutliche Parallelen zu Suchterkrankungen, welche auch für die Entwicklung begleitender psychischer Störungen wie zum Beispiel depressive Störungen als auch für die Versorgung dieser Krankheitsbilder relevant ist. Der Workshop zeigt mit Blick auf die Suchterkrankungen die Parallelen der Adipositas und ihrer Begleiterkrankungen in ihrer Entstehung und Behandlung auf, und geht auch auf präventive sozialmedizinische Aspekte ein.
Vortrag zum Download (Dr. Oliver Fricke)
Workshop / Seminar 18
Prävention und Hilfen bei Ess-Störungen - Wege zu Kooperation und Vernetzung
Referentinnen: Regine Brand, Verena Seefeld, Christel Sondermann, Maria Spahn
Ess-Störungen sind komplexe Erkrankungen, bei denen der Heilungserfolg nicht zuletzt von frühen Zugängen zu passgenauen Hilfen und nahtlos gelingenden Übergängen zwischen verschiedenen Phasen der Beratung und Behandlung abhängt. In etlichen Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens haben sich in den letzten Jahren Fachkräfte und Institutionen aus den medizinischen, psychotherapeutischen und psycho-sozialen Bereichen des Hilfesystems zusammengeschlossen, um ihre Kompetenzen im Umgang mit Ess-Störungen zu erweitern und den fachlichen Austausch zu erleichtern. Die bisher gegründeten „Vernetzungsinitiativen Ess-Störungen NRW“ geben gute Beispiele, wie in den Regionen Zugangswege für Betroffene und ihre Angehörigen geebnet und vorhandene Potenziale genutzt und optimiert werden können. In dem Workshop werden spezifische Problemlagen erläutert und "Beispiele guter Praxis" vorgestellt.
Hierfür liegen leider keine weiteren Informationsmaterialien vor.